Plötzlich trat ein Engel des He1rrn zu ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umstrahlte sie. Die Hirten erschraken sehr, aber der Engel sagte: Fürchtet euch nicht! Ich verkünde euch eine Botschaft, die das ganze Volk mit großer Freude erfüllen wird: Heute ist für euch in der Stadt, in der schon David geboren wurde, der versprochene Retter zur Welt gekommen. Es ist Christus, der Herr.@Lukas 2:9-11
Porträt
Robert Prutz (1816–1872)

Ro­bert E. Prutz (1816–1872).

En­gels­schwing­en Charles W. Wendte, in Heart and Voice (Bo­ston, Mas­sa­chu­setts: George H. El­lis, 1809), Num­mer 220 (🔊 pdf nwc) (wied­er­holt die letzt­en 2 Zeil­en je­der Strophe).

portrait
Charles Wendte
(1844–1931)

Heil’ge Nacht, auf En­gels­schwing­en
Nahst du leise dich der Welt;
Und die Glock­en hör ich kling­en,
Und die Fen­ster sind er­hellt.
Selbst die Hütte trieft von Segen,
Und der Kindlein froh­er Dank
Jauchzt dem Him­mels­kind ent­ge­gen
Und ihr Stam­meln wird Ge­sang.

Mit der Fülle süße­r Lied­er,
Mit dem Glanz um Tal und Höh’n
Heil’ge Nacht, so kehrst du wied­er,
Wie die Welt dich einst ge­sehn.
Da die Palm­en laut­er rauscht­en,
Und, ver­senkt in Däm­mer­ung,
Erd’ und Himmel Worte tauscht­en,
Worte der Ver­kün­dig­ung.

Da, mit Pur­pur üb­er­goss­en,
Aufgetan von Gott­es Hand,
Alle Him­mel sich er­schloss­en,
Glänzend über Meer und Land,
Da den Friede­n zu ver­künd­en,
Sich der En­gel nied­er schwang,
Auf den Höh­en in den Gründ­en
Die Ver­heiß­ung wied­er klang.

Da, der Jungfrau Sohn zu dien­en,
Fürsten aus dem Mor­gen­land
In der Hirt­en Kreis er­schien­en,
Geld und Myrr­hen in der Hand!
Da mit sel­ig­em Ent­zück­en
Sich die Mut­ter nied­er bog,
Sinnend aus des Kindes Blicken
Nie ge­fühl­te Freude zog.

Heil’ge Nacht, mit tau­send Kerz­en
Steigst du fei­er­lich her­auf,
O, so geh’ in uns­ern Herz­en,
Stern des Le­bens, geh’ uns auf!
Schau, im Him­mel und auf Erd­en,
Glänzt der lie­be Ro­sen­schein;
Friede soll’s noch ein­mal war­den
Und die Lie­be Kö­nig sein.